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Besuch bei Daimler in Indien (von links): Dr. Albrecht Fridrich, Geschäftsführer des RKW Baden-Württemberg, Werkleiter Peter Honegg und Landes-Wirtschaftsminister Ernst Pfister MdL.
Wirtschaftsminister Ernst Pfister zieht Bilanz
Beeindruckende Dynamik
„Das Boom-Land Indien hat definitiv schneller und unbeschadeter als andere Märkte die Krisenzeiten hinter sich gelassen“, zog Wirtschaftsminister Ernst Pfister Bilanz zum Abschluss der Wirtschaftsdelegationsreise durch Indien.
„Die Vitalität und Dynamik dieses Landes sind beeindruckend: Zweifel am langfristigen Marktpotenzial des indischen Subkontinents kommen nach meinen Treffen mit Unternehmern und politischen Gesprächen in Chennai, Mumbai und Pune nicht mehr auf“, fasste der Minister die Eindrücke der Delegation zusammen. „Indien ist die Volkswirtschaft mit den weltweit zweithöchsten Wachstumsraten. 2011 erwarten die Experten ein Wachstum von über acht Prozent“, so Pfister.
Minister Pfister besuchte neben Niederlassungen baden-württembergischer Unternehmen die zahlreichen Aussteller aus dem Südwesten auf der renommierten internationalen Bau-Messe „bc India“, die mit rund 30 Unternehmen auf der Fachmesse für Bau-, Baustoff-, Bergbaumaschinen und Baufahrzeuge präsent waren. „Die starke Beteiligung baden-württembergischer Unternehmen auf der Messe bc India belegt eindrucksvoll das intensive Engagement unserer Wirtschaft auf dem indischen Subkontinent“, so Pfister.
Die Wirtschaftsdelegation reiste vom 6. bis 12. Februar nach Chennai, Mumbai und Pune. Der Besuch setzt den langjährigen politischen Austausch fort, der das Engagement der baden-württembergischen Wirtschaft auf dem Subkontinent begleitet. Zusammen mit Vertretern der Südwest-Wirtschaft warb der Minister in Indien für Baden-Württemberg als innovatives, weltoffenes und wirtschaftsstarkes Land. Dafür wurden bei zwei von bw-i organisierten Standortpräsentationen konkret geworben. Dr. Albrecht Fridrich, Geschäftsführer des RKW Baden-Württemberg, stellte in der Rolle des Projektträgers von automotive-bw die Position und Perspektiven des Autolandes Baden-Württemberg dar.
Denn der Wachstumsmarkt Indien verbuchte in 2010 einen Anstieg der Neuwagenverkäufe um 31 Prozent auf 2,4 Millionen Fahrzeuge und ist umso interessanter für die baden-württembergische Spitzenbranche. Die deutschen und baden-württembergischen Hersteller wachsen in Indien deutlich schneller als der Markt und konnten ihren Absatz mehr als verdreifachen. Ähnlich begann vor Jahren schon der Boom in China.
Das indische Wachstum wird wahrscheinlich ähnlich wie in China verlaufen und deswegen noch Jahre und Jahrzehnte anhalten. Die deutschen Automobilzulieferer, die daran teilhaben möchten, stehen dort angesichts einer unübersichtlichen Dynamik allerdings vor großen Herausforderungen. Dafür sind dann aber auch die Chancen riesig.
Die größte Herausforderung besteht darin, in einem sehr dynamischen Umfeld den richtigen Weg einzuschlagen, denn die indischen Anbieter, die im Zuge der Entwicklung der indischen Automobilindustrie entstanden und gewachsen sind, sind sehr rege und vielseitig interessiert. Nicht nur sind viele schon gut im Geschäft mit dem Export von kostengünstigen Teilen und Komponenten, ein Heimvorteil gegenüber Neuankömmlingen. Es wird auch ständig Ausschau gehalten nach neuen Technologien bzw. zusätzlichem Know-How (das an sich nicht neu sein muss, nur eben für das Unternehmen selbst) für höherwertige Produkte für den indischen Markt.
Automobilzulieferer sollten sich, falls noch nicht geschehen, baldmöglichst und intensiv mit dem Markt Indien beschäftigen, denn die Eigenheiten des indischen Subkontinents fordern viel Einsatz. Viele Gespräche mit indischen und deutschen Repräsentanten der Branche ergaben wichtige Erkenntnisse und können für weitere Kontakte herangezogen werden.
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RATIO KOMPAKT 2-2012:
Umweltschutz spart Kosten: Weg mit den Energiefressern.




